Radeberg schlägt Freiberg

Das RSV-Team kann sich nach einer langen Durststrecke auf den eigenen Bahnen gegen den Tabellendritten durchsetzen.

Bericht von Jochen Kassmann aus der Sächsischen Zeitung vom 13.01.2014

Nach einer schwierigen Zeit bewies das Sextett des Radeberger Teamchefs Michael Gärtner, dass es auf heimischer Bahn noch Erfolge feiern kann. Gegen den Tabellendritten – immerhin die Bundesligareserve des ATSV Freiberg – wurde mit der Saisonbestleistung von 5349:5244 Kegeln den zahlreichen Fans ein hervorragendes Spiel geboten und die Gäste deutlich bezwungen wieder nach Hause geschickt. „Wir wussten um die Bedeutung dieser Partie“, sagte Michael Gärtner. „Der Punktgewinn bringt uns an Döbeln heran und erhöht die Chancen auf den Klassenerhalt.“

 

So war es bewundernswert, wie selbstbewusst schon die Anfangsstarter dieses Spiel angingen. Keine Hektik, keine Nervosität – mit diesen Waffen beeindruckten die Einheimischen ihre Kontrahenten. So gelangen Michael Gärtner fehlerlose 908 Kegel. Der in seinem Leistungspotenzial immer stabiler werdende Sven Kadur glänzte mit 893 Zählern. Das entsprach ganz den Erwartungen und der taktischen Order im Team, denn Andreas Göthling und Stefan Ulbricht erreichten für die Gäste aus Freiberg nur 878 und 873 Kegel.

„Nun wird es im Mittelpart darauf ankommen den Vorsprung möglichst zu halten“, sagte Kegelroutinier Peter Gerlach. „Das es schwer werden wird, wissen wir.“ Doch die Radeberger zeigten sich kämpferisch und ließen nicht viel zu. Eine blitzsaubere Leistung des Vereinschefs René Jeschke mit 906 Kegeln erstickte die Versuche der Gäste im Keim. Zwar hatte Markus Starzetz nicht seinen besten Tag erwischt (835), aber die Freiberger konnten nichts daraus machen. Die 896 Zähler von Klaus Damm und die 859 Kegel von Julian Fritzsch reichten nur zu einer geringen Resultatsverkürzung. „Wir gehen den Schlussspurt ganz aggressiv an“, zeigte sich Jörg Bergmann optimistisch und sollte mit dieser Devise recht behalten.

 

Davon beeindruckt reichte es für Robert Mehlhorn zu 897, aber für Jan Fritzsch nur zu 841 Kegeln. Damit waren die Gastgeber nicht zu bezwingen. Tagesbestleistung spielte Jörg Bergmann mit 924 Kegeln und 883 Zähler gelangen Oliver Gärtner. „Nun gilt es, in den folgenden Heimspielen die notwendigen Punkte gegen den Abstieg zu holen“, resümierte Michael Gärtner.